Von privater Leidenschaft zum öffentlichen Schatz: Die Geschichte des Leopold Museums
Das Leopold Museum verdankt seine Existenz der Leidenschaft von Dr. Rudolf Leopold und seiner Frau Elisabeth. Rudolf Leopold war Arzt von Beruf, aber Kunstsammler aus Leidenschaft. Ab den 1950er-Jahren widmete er sein Leben dem Sammeln von Werken österreichischer Künstler, die zu dieser Zeit wenig Beachtung fanden - darunter Egon Schiele, der international noch kaum bekannt war, und Gustav Klimt, dessen Werk erst langsam über Österreich hinaus Anerkennung fand.

1994 übertrugen Rudolf und Elisabeth Leopold mit Unterstützung der Republik Österreich und der Österreichischen Nationalbank einen Großteil ihrer Privatsammlung in die neu gegründete Leopold Museum-Privatstiftung. Das war der Startschuss für das Leopold Museum, wie wir es heute kennen.
Das Gebäude, entworfen von den Architekten Laurids und Manfred Ortner, ist selbst ein modernistisches Meisterwerk. Die weiße Kalksteinfassade und klaren Linien kontrastieren bewusst mit der barocken und klassizistischen Architektur ringsum - ein architektonisches Statement für den Geist der Moderne.
Im Inneren zeigt das Museum über 5.000 Kunstwerke mit Schwerpunkt auf der Fin-de-Siècle-Periode, dem Design der Wiener Werkstätte und dem frühen 20. Jahrhundert. Die Schiele-Sammlung ist ein besonderes Highlight: Über 200 seiner Werke - Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle - bieten einen umfassenden Einblick in Leben und Denken eines der einflussreichsten österreichischen Künstler.
Neben Schiele und Klimt feiert das Museum auch andere Schlüsselfiguren der österreichischen Moderne wie Oskar Kokoschka, Koloman Moser und Alfred Kubin. Wechselausstellungen bereichern das Programm und beleuchten oft breitere Themen der europäischen Moderne und zeitgenössischen Kunst.





















































































































































