Wüstenhaus Schönbrunn: Hinter Glas
Das Wüstenhaus Schönbrunn ist in einem ehemaligen kaiserlichen Gewächshaus von 1904 untergebracht, das den botanischen Ehrgeiz der Habsburger widerspiegelte. Solche Glashäuser standen damals für Macht, Prestige und die Faszination für exotische Pflanzenwelt. Die elegante Jugendstil-Architektur des Gebäudes ist bis heute weitgehend erhalten.

2004 wurde der Raum als Wüstenhaus wiedereröffnet, mit neuem Schwerpunkt auf Bildung und Artenschutz - speziell zur Anpassungsfähigkeit und Vielfalt von Wüstenökosystemen. Drinnen erwarten dich nachgebildete Lebensräume, die von Wüsten in Afrika, Nord- und Südamerika und Asien inspiriert sind, mit Sukkulenten, Insekten, nachtaktiven Arten und Reptilien.
Das Klima im Inneren wird sorgfältig gesteuert, um echte Wüstenbedingungen abzubilden. So bekommst du einen konkreten Eindruck davon, wie diese Pflanzen und Tiere unter extremen Bedingungen überleben und gedeihen. Gut gestaltete Infotafeln erklären Funktion und Bedeutung jedes Ökosystems.
Ein gutes Beispiel dafür, wie Wien historische Substanz zeitgemäß nutzt: Während Schloss Schönbrunn mit imperialem Prunk beeindruckt, bietet das Wüstenhaus einen ruhigeren, nachdenklicheren Besuch.



















































































































