Unteres Belvedere im Wandel der Jahrhunderte
Das Untere Belvedere wurde 1717 als Teil der Sommerresidenz von Prinz Eugen von Savoyen fertiggestellt. Im Gegensatz zum zeremoniellen Oberen Belvedere, das Staatsgäste beeindrucken sollte, diente das Untere Belvedere als private Wohnräume des Prinzen. Es wurde von Johann Lukas von Hildebrandt entworfen, einem Meister der Barockarchitektur, dessen Einfluss sich in jedem Detail zeigt.

Nach dem Tod Prinz Eugens 1736 wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer und wurde schließlich Teil der kaiserlichen Sammlungen. Im 19. Jahrhundert diente es als Galerie für die wachsende Kunstsammlung der Habsburger. Im 20. Jahrhundert wurde es als Museum für wechselnde Ausstellungen neu positioniert.
Besonders beeindruckend sind die barocken Prunkräume, allen voran der Marmorsaal und die Groteskensaal, deren originale Fresken und Stuckaturen noch erhalten sind. Diese Räume bilden einen faszinierenden Kontrast zu den zeitgenössischen Kunstwerken, die hier regelmäßig in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden.
Die Schlossgärten zwischen Oberem und Unterem Belvedere gehören zu den schönsten Barockanlagen Wiens und bieten eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt.













































































































