Prunksaal - Prunkstück der Österreichischen Nationalbibliothek
Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ist ein barockes Meisterwerk und eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Wiens. Seine Ursprünge reichen ins frühe 18. Jahrhundert zurück, als Kaiser Karl VI. den Saal als Teil der Hofbibliothek in Auftrag gab. Entworfen von Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach und nach dessen Tod von seinem Sohn Joseph Emanuel vollendet, wurde der Prunksaal 1726 fertiggestellt.
Der Saal erstreckt sich über fast 80 Meter Länge und wird von einer zentralen Kuppel gekrönt, die sich über 30 Meter erhebt. Die Deckenfresken von Daniel Gran zeigen die Apotheose Karls VI. und ein allegorisches Programm, das habsburgische Tugenden, den Bau der Hofbibliothek und die Förderung von Kunst und Wissenschaft feiert.
Die Sammlung umfasst über 200.000 historische Bände aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Neben den imposanten Bücherregalen fallen die lebensgroßen Marmor-Statuen habsburgischer Herrscher auf, die den Saal säumen und ihm eine fast sakrale Würde verleihen.
Bemerkenswert sind auch die verborgenen Türen im Prunksaal, geschickt in die Bücherregale integriert. Sie dienten dem Personal zur diskreten Fortbewegung und verleihen dem Saal einen Hauch von Geheimnis.












































































































