Donaupark: Von der Mülldeponie zur grünen Oase
Bevor der Donaupark zu einer der größten Erholungsflächen Wiens wurde, hatte das Gelände eine ganz andere Funktion. Anfang des 20. Jahrhunderts diente es hauptsächlich als städtische Mülldeponie und beherbergte zwei informelle Siedlungen. Die große Verwandlung kam in den 1960er-Jahren, als die Stadt beschloss, das Areal zurückzugewinnen und in einen großen Park umzuwandeln.
Der Wendepunkt kam 1964, als Wien die Wiener Internationale Gartenschau (WIG 64) ausrichtete. Die Stadt wollte moderne Landschaftsarchitektur und urbane Begrünungsprojekte präsentieren, die angesichts der wachsenden Stadt immer wichtiger wurden. Für diese Veranstaltung wurde das gesamte Gelände zu einem weitläufigen Park mit durchdachten Gartenanlagen, Wasserelementen und Freiflächen umgestaltet.
Eines der Aushängeschilder der WIG 64 war der Donauturm, der als Wahrzeichen der Ausstellung errichtet wurde. Mit 252 Metern ist er bis heute das höchste Bauwerk Österreichs und ein markantes Symbol für Wiens moderne Entwicklung. Ursprünglich bot der Turm ein Drehrestaurant und eine Aussichtsplattform, die Besucher:innen aus aller Welt anzog.

Nach dem Ende der WIG 64 wurde das Ausstellungsgelände dauerhaft in einen öffentlichen Park umgewandelt, damit die neu geschaffene Grünfläche den Wiener:innen erhalten bleibt. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich der Donaupark stetig weiterentwickelt und bietet heute Spielplätze, Sportanlagen, Spazierwege und einen kleinen See.
Eines der besonderen Merkmale des Parks ist die Donauparkbahn, eine Miniatureisenbahn, die durch den Park fährt und eine entspannte Möglichkeit bietet, das weitläufige Gelände zu erkunden. Zusätzlich wurde in späteren Jahren das Korea Kulturhaus im Park eingerichtet, das mit seinem kleinen, aber schönen koreanischen Garten ein interkulturelles Element beisteuert.
Heute ist der Donaupark ein beliebter Erholungsraum für Einheimische und Besucher:innen, die einen ruhigen Rückzugsort suchen. Er zieht zwar nicht so viele Tourist:innen an wie der Prater oder Schönbrunn, bleibt aber ein Geheimtipp für alle, die großzügiges Grün, Joggingstrecken und Panoramablicke vom Donauturm schätzen.












































































































