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Pestsäule

Die Pestsäule ist ein barockes Denkmal in Wien, errichtet zum Gedenken an das Ende der Pestepidemie von 1679.
Die Wappen auf der Pestsäule repräsentieren die Habsburgermonarchie und betonen die gottgewollte Herrscherrolle des Kaisers.
Die Wappen auf der Pestsäule stehen für die Habsburgermonarchie und betonen die Rolle des Kaisers als gottgewählter Herrscher.

Pestsäule

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Mitten auf dem belebten Graben steht die Pestsäule als eines der markantesten Barockdenkmäler Wiens - und als Symbol für den Überlebenswillen der Stadt. Kaiser Leopold I. gelobte ihre Errichtung während der Pest von 1679, fertiggestellt wurde sie 1693 als Dank für das Ende der Seuche. Die 21 Meter hohe Säule mit Engeln, Heiligenfiguren und aufgetürmten Wolken bildet einen dramatischen Kontrast zu den modernen Geschäften und Cafés ringsum.

Die eigentliche Geschichte der Pestsäule macht sie so besonders: Leopold I. floh während der Epidemie aus Wien, gelobte aber, dieses Monument zu errichten, falls die Stadt überleben sollte. Nach dem Ende der Pest löste er sein Versprechen ein. Die Säule ist bis heute ein Wahrzeichen barocker Bildhauerkunst und ein Zeugnis dafür, wie Wien selbst die dunkelsten Kapitel seiner Geschichte überstanden hat. Für alle, die sich für Wiens Vergangenheit oder sein künstlerisches Erbe interessieren, ist die Pestsäule ein ebenso bedeutsamer wie visuell beeindruckender Anlaufpunkt.

Adresse:
Graben 28
1010 Wien

Muvamo-Meinung

Die Pestsäule gehört zu den Denkmälern, bei denen Kunst, Geschichte und Symbolik untrennbar ineinanderfließen. Der barocke Stil mit seinen dramatischen Figuren und der Detailfülle macht sie zu einem der visuell stärksten Monumente der Stadt. Aber über die reine Ästhetik hinaus steckt eine tiefere Bedeutung dahinter: Die Säule steht für Wiens Widerstandskraft angesichts der Pest von 1679. Die Geschichte von Leopold I. und seinem Gelübde, das Versprechen des Kaisers und die spätere Genesung der Stadt geben dem Denkmal eine menschliche Dimension - mehr als nur ein schönes Kunstwerk, sondern eine eindrückliche Erinnerung an Überleben und Glauben.

Ihre Lage mitten auf dem Graben, umgeben von modernen Geschäften und Cafés, schafft einen reizvollen Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Pestsäule ist eine stille, aber kraftvolle Erinnerung an die Geschichte inmitten des geschäftigen Treibens.

Nützliche Tipps

Kulinarische Highlights

Geheimtipps

Die Pestsäule: Ein Symbol der Hoffnung im Herzen Wiens

Die Pestsäule auf dem Wiener Graben erinnert an das Ende der Großen Pest von 1679. Errichtet auf ein Gelübde Kaiser Leopolds I. hin, steht dieses Barockdenkmal für die Kraft Wiens in einer verheerenden Zeit. Ursprünglich als einfache Holz-Andachtssäule begonnen, entwickelte es sich über Jahre des Umbaus zu einem theatralischen Hochbarock-Ensemble. Mehrere bedeutende Künstler trugen zur Gestaltung bei, darunter Matthias Rauchmiller und Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Pestsäule - 1
Die Pestsäule am Wiener Graben, ein Barockdenkmal zum Gedenken an das Ende der Pestepidemie von 1679.

An der Spitze thront die Heilige Dreifaltigkeit; darunter steigt eine Wolkenpyramide mit Engeln und Putten empor. Im unteren Bereich besiegt eine Allegorie des Glaubens die Pest, und Leopold I. kniet betend daneben. Die Pestsäule dient als religiöses Monument und politisches Statement zugleich und unterstreicht Leopolds Rolle als von Gott erwählter Herrscher.

Während der COVID-19-Pandemie wurde die Pestsäule zum informellen Ort für kleine Gesten des Gedenkens und der Solidarität. Wiener:innen stellten Kerzen am Fuß der Säule auf und machten sie zu einem stillen Mahnmal für die Betroffenen. Menschen legten Kerzen, Kinderzeichnungen und Gebetszettel mit Botschaften der Hoffnung und des Gedenkens nieder.
Die Pestsäule, ohnehin ein Symbol des Überlebens nach einer vergangenen Seuche, wurde zum Anlaufpunkt für alle, die ihre Gefühle in einer beispiellosen Zeit zum Ausdruck bringen wollten.