Über den Graben: Vom römischen Verteidigungsgraben zu Wiens Luxusboulevard
Der Graben zählt zu Wiens bekanntesten Straßen und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht. Der Name "Graben" verweist auf seine Funktion im 1. Jahrhundert n. Chr., als die Römer Vindobona gründeten und entlang der südwestlichen Stadtmauer einen Verteidigungsgraben ausheben ließen, wo heute der Graben verläuft.
Im Mittelalter wurde der Graben zugeschüttet und das Gelände in einen Marktplatz umgewandelt. Im 12. Jahrhundert entwickelte er sich unter den Babenbergern zu einer richtigen Straße, die mit Ständen und Geschäften belebt war und Händler wie Einheimische anzog.

Eines der markantesten Wahrzeichen des Graben, die Pestsäule, entstand zunächst als provisorisches Holzdenkmal, das Kaiser Leopold I. während der Pest von 1679 in Auftrag gab. Die prachtvolle Barocksäule, die noch heute steht, ersetzte es nach Fertigstellung der Marmor-und-Gold-Version im Jahr 1694.
Während der Barockzeit erlebte die Straße eine Modernisierung: Aristokraten und wohlhabende Kaufleute errichteten prächtige Stadthäuser und hoben damit das Ansehen des Graben. Im 19. Jahrhundert wandelte er sich zum Luxuseinkaufsviertel, bei dessen Neugestaltung Architekten barocke und moderne Stile miteinander verbanden.

Heute ist der Graben eine reine Fußgängerzone mit Luxusboutiquen, erstklassigen Cafés und historischen Sehenswürdigkeiten. Ob beim Flanieren zwischen eleganten Boutiquen, beim Entdecken historischer Wahrzeichen oder einfach beim Genießen der lebhaften Atmosphäre: Der Graben spiegelt Wiens tief verwurzelte Geschichte wider.

























































































































