Griechenbeisl: Wo Geschichte serviert wird
Die Anfänge des Griechenbeisl reichen bis ins Jahr 1447 zurück - damit ist es eines der ältesten durchgehend betriebenen Restaurants in Wien. Ursprünglich ein Treffpunkt für Händler und Reisende, wurde es schnell zum Lieblingslokal von Musiker:innen, Dichter:innen und Intellektuellen. Im Laufe der Jahrhunderte empfing es eine beeindruckende Gästeliste, darunter Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner, Franz Schubert und Mark Twain.
Der Name „Griechenbeisl" verweist auf die griechischen Kaufleute, die einst in dieser Gegend verkehrten. Trotz aller Veränderungen über die Jahrhunderte hat das Gebäude seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt - mit niedrigen Decken, Holzbalken und historischen Wandmalereien.

Eine der berühmtesten Legenden ist die Geschichte vom „Lieben Augustin", einem Straßenmusikanten aus dem 17. Jahrhundert, der die Pest angeblich überlebte, weil er betrunken in eine Leichengrube gefallen war. Das Lied „Oh du lieber Augustin" ist bis heute ein beliebtes Volkslied, und das Restaurant hält sein Andenken mit einem Schild an der Fassade lebendig, das darauf hinweist, dass er hier erstmals sein berühmtes Lied sang.
Das Griechenbeisl ist ein Zeugnis von Wiens langer und bewegter Geschichte. Seit fast 580 Jahren empfängt es Kaiser, Musiker:innen, Schriftsteller:innen und Reisende, die alle auf ihre Art Spuren hinterlassen haben. Von seinen mittelalterlichen Anfängen bis zu seiner Rolle als Treffpunkt einiger der größten Geister der Geschichte bleibt es ein lebendiges Stück Stadtgeschichte.










































































































