Kohlmarkt: Wiens eleganteste Einkaufsstraße
Die Geschichte des Kohlmarkts reicht bis zum Römerlager Vindobona zurück und ist erstmals 1255 als Witmarkt, also Holzmarkt, in mittelalterlichen Urkunden belegt. Ab dem 14. Jahrhundert hieß er Kohlenmarkt nach den zahlreichen Kohlenhändlern. Der heutige Name "Kohlmarkt" ist eine spätere Verkürzung, die wörtlich "Kohlmarkt" bedeutet - eine Bezeichnung, die schon längst nichts mehr mit dem tatsächlichen Charakter der Straße zu tun hat.
Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich der Kohlmarkt zu einem der vornehmsten Einkaufsviertel Wiens. Im 18. und 19. Jahrhundert ließen sich dort Hof- und Kammerlieferanten nieder, die den kaiserlichen Haushalt versorgten. Die prestigeträchtige Lage zwischen Graben und Hofburg zog die gehobene Gesellschaft an und etablierte den Kohlmarkt als Adresse für Qualität und Exklusivität.
Heute reihen sich internationale Luxusboutiquen neben traditionellen Wiener Geschäften, darunter das legendäre Café Demel. Die Architektur der Straße vereint historische Fassaden mit modernen Schaufenstern und schafft einen eleganten Kontrast, der den Kohlmarkt zu einem der schönsten Spaziergänge Wiens macht.
Der Kohlmarkt endet am Michaelerplatz, wo sich einer der eindrucksvollsten Blicke auf die Hofburg eröffnet - ein Abschluss, der die ganze Pracht dieser Straße auf den Punkt bringt.


































































































