Mozarthaus - Zu Besuch in Mozarts Wiener Wohnung
Das Mozarthaus Vienna liegt ruhig in der Domgasse 5, gleich hinter dem belebten Platz rund um den Stephansdom. Mozart hat während seiner Wiener Jahre in mindestens einem Dutzend verschiedener Wohnungen gelebt - diese ist die einzige, die noch steht. Und zum Glück auch die bedeutendste.
Mozart zog 1784 hier ein, in einer produktiven und finanziell guten Phase seines Lebens. Die Wohnung war für damalige Verhältnisse herrschaftlich: vier große Zimmer, Küche und Vorzimmer - weit entfernt vom Klischee des "hungernden Künstlers", das ihn oft umgibt. In diesen Jahren stand er auf dem Höhepunkt seines Ruhms, begeisterte Publikum in Salons und Theatern, genoss kaiserliche Förderung und arbeitete an Werken wie Die Hochzeit des Figaro und mehreren Klavierkonzerten.

Das Museum eröffnete 2006, pünktlich zu Mozarts 250. Geburtstag. Bei der Restaurierung blieben originale Stuckdecken und historische Wandmalereien in Teilen des Gebäudes erhalten. Das Ergebnis: ein Ort, der historisch fundiert und zugleich zeitgemäß präsentiert ist.
Jedes Stockwerk hat seinen eigenen Schwerpunkt. Das dritte widmet sich Mozarts Leben in Wien, das zweite seiner musikalischen Welt, und im ersten Stock befindet sich die Originalwohnung. Du findest sorgfältig zusammengestellte Exponate aus der Epoche, Multimedia-Stationen, gelegentlich ausgeliehene Originale - etwa ausgewählte Briefe in Sonderausstellungen - und stimmungsvolle Einrichtungsgegenstände aus dem 18. Jahrhundert.

Das Museum vermeidet die gängigen Mozart-Klischees. Er wird weder als makelloses Wunderkind noch als tragischer Außenseiter dargestellt, sondern als vielschichtiger Mensch. Neben seinem unbestrittenen musikalischen Genie zeigt die Ausstellung auch die bodenständigeren Seiten seines Lebens: finanzielle Unsicherheit, sich verändernde persönliche Beziehungen und die Herausforderungen einer sich wandelnden Kulturszene.
Das Mozarthaus lädt dich ein in das Leben und Denken eines Mannes, der die westliche Musik mitgeprägt hat. Ein Ort, der zeigt, wie Kunst - wenn sie mit Genie und Menschlichkeit entsteht - ihren Schöpfer überdauert.










































































































































