Vom kaiserlichen Jagdrevier zu Wiens Spielplatz - Die Geschichte des Praters
Die Geschichte des Praters reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als er dem österreichischen Adel als Jagdrevier diente. Der Name leitet sich vom lateinischen "pratum" (Wiese) ab. 1766 öffnete Kaiser Joseph II. das Gelände für die Öffentlichkeit, und bald siedelten sich fliegende Händler, Kaffeesieder und Schausteller an. Puppentheater, Schießbuden, Karussells und Gasthäuser entstanden, und schon Anfang des 19. Jahrhunderts war der lebhafte Jahrmarkt als Wurstelprater bekannt.

Im 19. Jahrhundert zog der Prater immer mehr Schausteller an. Das bekannteste Symbol dieser Zeit: das Wiener Riesenrad, 1897 zum 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. erbaut. Mit über 60 Metern Höhe war es eine Ingenieursleistung seiner Zeit und gilt bis heute als Wahrzeichen Wiens. Das Riesenrad überstand Kriege, wurde mehrfach wieder aufgebaut und bekam durch den Film Der dritte Mann internationalen Kultstatus.
Im 20. Jahrhundert kamen immer neue Fahrgeschäfte und Attraktionen hinzu. Gleichzeitig blieb der Prater eine grüne Oase: Die Hauptallee, eine gut vier Kilometer lange Kastanienallee, ist bis heute einer der beliebtesten Orte zum Joggen, Radfahren und Spazierengehen in Wien.

Heute ist der Wiener Prater ein Mix aus nostalgischem Charme und modernem Vergnügen. Vintage-Fahrgeschäfte stehen neben neuesten Attraktionen, dazwischen Biergärten und Achterbahnen. Ein Lieblingsort der Wiener:innen und ein Pflichtbesuch für alle, die Wien entdecken.




















































































































































