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Schwarzenbergplatz

Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz Wien.
Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz.
Nahaufnahme der Soldatenstatue mit goldenem Helm am sowjetischen Denkmal am Schwarzenbergplatz im Abendlicht.
Sowjetisches Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz Wien, errichtet 1945 zum Gedenken an die 17.000 sowjetischen Soldaten, die in der Schlacht um Wien im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.
Das 20 Meter hohe Heldendenkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz Wien mit der Soldatenstatue mit goldenem Helm auf einer Marmorsäule.
Historische Ansicht des Hochstrahlbrunnens am Schwarzenbergplatz, errichtet 1873 zur Feier der ersten Wiener Hochquellenwasserleitung.

Schwarzenbergplatz

Karte 20 Minuten
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Der Schwarzenbergplatz ist ein großer, repräsentativer Platz, der Wiens historisches Zentrum mit dem Belvedere verbindet. Geprägt von seiner monumentalen Architektur, dem beeindruckenden Brunnen und dem Sowjetischen Kriegerdenkmal, spiegelt er die vielschichtige Vergangenheit der Stadt wider. Tagsüber ist er imposant; nachts beleuchtet und stimmungsvoll - ein Ort, der Wiens Komplexität auf subtile Weise einfängt.

Adresse:
Schwarzenbergplatz
Wien

Muvamo-Meinung

Der Schwarzenbergplatz ist nicht einer der belebtesten oder bekanntesten Plätze Wiens, aber ein interessanter Ort für einen Zwischenstopp, besonders wenn du zwischen dem Stadtzentrum und dem Schloss Belvedere unterwegs bist.

Was ihn auszeichnet, ist die Mischung aus historischen Elementen. Am nördlichen Ende des Platzes steht die Statue von Fürst Schwarzenberg, die Wiens imperiale Vergangenheit widerspiegelt. Am südlichen Ende befindet sich das Sowjetische Kriegerdenkmal, eine Erinnerung an die Rolle der Stadt im Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegsbesatzung. Beide im selben Raum zu sehen, ist ungewöhnlich und lässt dich darüber nachdenken, wie viel Geschichte hier passiert ist. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie Wien seine Vergangenheit nicht versteckt, sondern offen zeigt.

Der Brunnen, der Hochstrahlbrunnen, verleiht dem Platz etwas Bewegung und Licht. Nachts ist er beleuchtet und lässt die Gegend lebendiger wirken, auch wenn nicht viele Menschen unterwegs sind. Er ist ein guter Ort für Fotos, besonders abends, wenn sich die Lichter im Wasser und den Gebäuden spiegeln.

Wir würden dies nicht als Pflichtprogramm bezeichnen, wenn du wenig Zeit hast, aber wenn du in der Nähe bist oder auf dem Weg zu einer anderen Sehenswürdigkeit, lohnt es sich, ein paar Minuten innezuhalten und dich umzusehen. Es ist auch ein guter Ort, um eine Pause zu machen oder ein umfassenderes Gefühl für die Geschichte der Stadt jenseits der Museen und Paläste zu bekommen. Für Reisende, die offene Räume, Architektur und historischen Kontext schätzen, bietet der Schwarzenbergplatz ein ruhiges, aber bedeutungsvolles Erlebnis.

Nützliche Tipps

Kulinarische Highlights

  • Meissl & Schadn: Nur wenige Minuten vom Schwarzenbergplatz entfernt, ist dieses elegante Restaurant berühmt für sein Wiener Schnitzel. Wir empfehlen, einen Tisch im Voraus über den folgenden Link zu reservieren. Das ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass du einen Platz bekommst.

Geheimtipps

  • Achte auf das Gebäude der Französischen Botschaft - seine Jugendstilfassade ist auf subtile Weise spektakulär.

Bonus Infos

  • Wenn du abends zu Besuch bist, verbringe ein paar Minuten damit, die Lichtshow des Brunnens zu beobachten - ein kleines, aber bezauberndes Spektakel.
Fotospots & Highlights
Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz.
Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz.Detailaufnahme der zentralen Wasserfontäne des Hochstrahlbrunnens am Schwarzenbergplatz.Nahaufnahme der Wasserfontänen am Hochstrahlbrunnen auf dem Schwarzenbergplatz.Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz Wien bei Tag mit dem kreisrunden Becken und mehreren Wasserfontänen.Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz mit hoher Wasserfontäne.

Hochstrahlbrunnen

1873 zur Feier von Wiens erster Hochquellenleitung fertiggestellt, wird der Brunnen auch heute noch mit diesem reinen Alpenwasser versorgt. Seit einer Renovierung im Jahr 2011 leuchtet er nach Einbruch der Dunkelheit mit farbwechselnden LED-Lichtern und macht das neoklassizistische Becken zum nächtlichen Mittelpunkt des Schwarzenbergplatzes.

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Sowjetisches Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz Wien, errichtet 1945 zum Gedenken an die 17.000 sowjetischen Soldaten, die in der Schlacht um Wien im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.
Sowjetisches Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz Wien, errichtet 1945 zum Gedenken an die 17.000 sowjetischen Soldaten, die in der Schlacht um Wien im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.Nahaufnahme der Soldatenstatue mit goldenem Helm am sowjetischen Denkmal am Schwarzenbergplatz im Abendlicht.Sowjetisches Heldendenkmal am Schwarzenbergplatz Wien mit Kolonnade und zentralem Obelisk, ein Wahrzeichen aus der sowjetischen Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg.Das 20 Meter hohe Heldendenkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz Wien mit der Soldatenstatue mit goldenem Helm auf einer Marmorsäule.Detail des sowjetischen Heldendenkmals am Schwarzenbergplatz mit symmetrischer Kolonnade und gemeißelten Reliefs.

Sowjetisches Kriegerdenkmal

Diese halbrunde Kolonnade und der 12 m hohe Bronzesoldat, enthüllt am 19. August 1945, ehren die rund 17.000 Soldaten der Roten Armee, die bei der Wiener Offensive im April 1945 fielen. Die Größe und zentrale Lage des Denkmals halten die Erinnerung an die Befreiung und die lange sowjetische Besatzung, die darauf folgte, im Stadtbild sichtbar präsent.

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Französische Botschaft in Wien im historischen Palais Clam-Gallas am Schwarzenbergplatz, ein klassizistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert mit französischer Flagge an der Fassade.
Französische Botschaft in Wien im historischen Palais Clam-Gallas am Schwarzenbergplatz, ein klassizistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert mit französischer Flagge an der Fassade.

Französische Botschaft

Entworfen vom Pariser Architekten Georges Chedanne und zwischen 1904 und 1909 erbaut, verbindet die Botschaft französischen Jugendstil mit der Pracht der Beaux-Arts - ein markanter stilistischer Ausreißer inmitten des Historismus der Ringstraße. Ihre skulptierten Kalksteinfassaden und schmiedeeisernen Balkone verkünden Frankreichs diplomatische Präsenz in Österreich mit unverkennbar gallischem Flair.

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Ein Spaziergang durch die Zeit am Schwarzenbergplatz

Der Schwarzenbergplatz nimmt in Wiens Stadtlandschaft eine einzigartige Position ein, sowohl geografisch als auch symbolisch. Ursprünglich eine einfache Freifläche vor den Stadtmauern, entwickelte er sich zu einem bedeutenden öffentlichen Raum, der Österreichs imperiale Ambitionen, die Kämpfe des 20. Jahrhunderts und die moderne Identität widerspiegelt.

Benannt nach Fürst Karl Philipp von Schwarzenberg, einem Feldmarschall, der maßgeblich an der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 beteiligt war, ziert den Platz seine Reiterstatue, die 1867 auf dem Höhepunkt des Habsburgerreiches als Teil der Ringstraßen-Entwicklung errichtet wurde - ein Projekt, das Wien zu einer Vorzeigehauptstadt machte. Die Statue und die umliegenden neoklassizistischen Gebäude sollten Macht, Ordnung und Pracht vermitteln und Wiens Platz unter Europas Elite-Städten signalisieren.

Schwarzenbergplatz - 1
Nahaufnahme der goldhelmierten Statue des Sowjetsoldaten am Schwarzenbergplatz Wien, gebadet im Abendlicht.

Die Mitte des 20. Jahrhunderts brachte dramatische Veränderungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete die Sowjetunion 1945 das Heldendenkmal der Roten Armee am südlichen Ende des Platzes. Es erinnert an die 17.000 sowjetischen Soldaten, die bei der Befreiung Wiens von der NS-Herrschaft starben, und dient als eindringliche Erinnerung an Österreichs Besatzung und die umfassenderen Spannungen des Kalten Krieges. Bis heute bleibt es ein seltenes Beispiel sowjetischer Monumentalkunst, die in einer westeuropäischen Hauptstadt erhalten geblieben ist.

Im Jahr 2003 wurde der Schwarzenbergplatz umfassend neu gestaltet. Die Oberfläche wurde mit weißem Granitpflaster vereinheitlicht, der berühmte Hochstrahlbrunnen restauriert und mit LED-Beleuchtung versehen, und der Verkehr wurde teilweise umgeleitet, um das Fußgängererlebnis zu verbessern. Das Ergebnis ist ein Raum, der zeremonielle Pracht mit öffentlichem Nutzen in Einklang bringt und heute gleichermaßen für kulturelle Veranstaltungen, politische Demonstrationen und alltägliche Momente genutzt wird.

Heute ist der Schwarzenbergplatz weniger ein traditioneller Platz als vielmehr eine lineare Plaza - ein Freilichtmuseum, in dem Wiens wechselnde Identitäten in Stein und Stahl gemeißelt sind. Er steht als Schnittpunkt von Vergangenheit und Gegenwart, Ost und West, imperial und ideologisch - ein fesselnder Ort für Reisende, die die tieferen Rhythmen Wiens jenseits seiner Paläste und Kaffeehäuser verstehen möchten.