Turm Restaurant: Essen über Wien
Das Turm Restaurant befindet sich im Donauturm. Der Donauturm, auch Danube Tower genannt, wurde 1964 im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau errichtet und ist mit 252 Metern bis heute das höchste Bauwerk Österreichs. Entworfen wurde der Turm vor allem von Architekt Hannes Lintl, mit Beiträgen von Robert Krapfenbauer. Er war ein modernistisches Symbol des Optimismus der Nachkriegszeit - klare Linien, modernste Technologie und der Fokus auf Funktionalität statt Ornamentik.
Ursprünglich war der Turm als Sendeturm mit Aussichtsplattform konzipiert und umfasste drehende Restaurants. Die Idee war, Besucher:innen nicht nur einen Blick auf die Stadt zu geben, sondern etwas, das Wiens Mischung aus Innovation und Tradition spürbar macht.

In den 2010er-Jahren wurde der Donauturm umfassend modernisiert, darunter die komplette Erneuerung der Expressaufzüge im Jahr 2010 und eine grundlegende Neugestaltung der Restaurant-Innenräume 2018. Heute bewahrt er diesen Optimismus der Mid-Century-Ära und verbindet ihn mit zeitgemäßer Gastlichkeit. Die Bewegung des Speisesaals ist fast nicht wahrnehmbar - doch bis dein Gang serviert wird, hat sich dein gesamter Blick verändert, ganz ohne dass du einen Finger rühren musst.
Der umliegende Donaupark bildet einen ruhigen Kontrast zur geschäftigen Innenstadt - mit breiten Wiesen, Skulpturengärten und stillen Wegen. Er ist ein Überbleibsel des Ausstellungsgeländes von 1964, sorgfältig als Park erhalten. Und auch wenn seine Größe im Vergleich zur Innenstadt meist viel Raum bietet, kann es dort besonders in der Hochsaison oder in der Nähe beliebter Attraktionen durchaus voll werden. Dieses Umfeld lässt den Donauturm für ein so bedeutendes Bauwerk überraschend ruhig wirken.
Essen im Turm Restaurant spiegelt Wien selbst wider: elegant, durchdacht, in der Geschichte verwurzelt und zugleich nach oben strebend. Es ist einer der wenigen Orte, an denen du mit einer langsamen, eleganten Drehung fast die ganze Stadt überblicken kannst - und dabei eine raffinierte Version Österreichs schmeckst.












































































































