- Warum Wien im April besuchen?
- Wiener Wetter im April - Was dich erwartet
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Events in Wien im April
- Honoré Daumier: Spiegel der Gesellschaft in der Albertina
- Gustave Courbet: Realist und Rebell im Leopold Museum
- Altwiener Ostermarkt Freyung
- Ostermarkt Am Hof
- Kirschblüte in Wien
- Canaletto & Bellotto im Kunsthistorischen Museum
- Oster- und Frühlingsmarkt Schloss Schönbrunn
- KAWS: Art & Comix in der Albertina Modern
- Steiermark Frühling
- Vienna City Marathon
- Anni Albers: Konstruierte Textilien im Unteren Belvedere
- Top-Aktivitäten in Wien im April
- Essen in Wien im April
- Tagesausflüge von Wien im April
- Ist der April eine gute Reisezeit für Wien?
Warum Wien im April besuchen?
Im April wacht Wien richtig auf. Die Parks stehen in voller Blüte, die Café-Terrassen füllen sich, und die Stadt hat diese besondere Frühlingsenergie, bei der alle ein bisschen besser drauf sind. Für uns einer der besten Monate für einen Besuch.
Du profitierst noch von überschaubaren Warteschlangen an Top-Attraktionen wie Schloss Schönbrunn und dem Kunsthistorischen Museum, aber jetzt bei spürbar wärmeren Temperaturen, die das Spazieren durch die Stadt zum Vergnügen machen. Ostern bringt eine festliche Ebene dazu: Märkte mit handbemalten Eiern in Schlossinnenhöfen, Osterbrot an barocken Plätzen und Frühlingsbräuche, die sich authentisch wienerisch anfühlen statt inszeniert.
Der Kulturkalender ist stark: Die Wiener Staatsoper fährt ein volles Programm, große Ausstellungen laufen auf Hochtouren, und gegen Monatsende verwandelt der Vienna City Marathon die gesamte Ringstraße in ein einziges großes Event. Und wenn du den richtigen Zeitpunkt triffst, erlebst du die Kirschblüte - ein paar kurze Wochen, in denen sich Wien in Rosa kleidet.
Wiener Wetter im April - Was dich erwartet

Kommen wir zu den Zahlen. Die durchschnittlichen Tageshöchstwerte im April steigen von etwa 13 °C Anfang des Monats auf angenehme 16-18 °C gegen Ende. Die Nächte sind noch kühl, typischerweise zwischen 4 °C und 8 °C. Der Monatsdurchschnitt liegt bei etwa 11 °C - ein deutlicher Sprung gegenüber dem März und der Punkt, ab dem sich Wien wirklich nach Frühling anfühlt.
Im April fallen ungefähr 40-50 mm Regen, verteilt auf 8-10 Tage - ähnlich wie im März, aber eher als kurze Nachmittagsschauer statt als Dauerregen. Schnee ist praktisch ausgeschlossen. Und hier punktet der April richtig: Du hast rund 13 bis 14 Stunden Tageslicht, mit Sonnenuntergängen nach 20 Uhr gegen Monatsende. Dieses Extra an Licht verändert deine Abende - plötzlich bleibt Zeit für einen Spaziergang am Donaukanal nach dem Abendessen oder einen Besuch der Gloriette bei Goldener Stunde.
Die ehrliche Einschätzung? Der April kann dich mit dem einen oder anderen kühlen, grauen Tag überraschen - die Wiener:innen kennen das Sprichwort „April, April, der macht was er will". Aber die meisten Tage fühlen sich nach richtigem Frühling an, und die sonnigen Nachmittage mit Temperaturen um die 17 Grad sind perfekt zum Flanieren.
Was anziehen in Wien im April
Verglichen mit dem Winter darfst du leichter packen, aber voller Sommer ist noch zu früh. Ein guter Ansatz: T-Shirt oder leichtes Oberteil, eine mittelschwere Jacke oder einen Blazer, und eine kompakte Regenjacke für die Nachmittagsschauer. Ab Mitte April kommst du an sonnigen Tagen vielleicht schon mit einem leichten Pullover aus.
Bequeme Schuhe bleiben Pflicht - das Kopfsteinpflaster der Innenstadt belohnt gutes Schuhwerk. Eine Sonnenbrille ist jetzt wirklich sinnvoll (die 13+ Stunden Tageslicht summieren sich), und ein kleiner Regenschirm bleibt für alle Fälle in der Tasche.
Noch ein Tipp von uns: Aprilabende auf einer Rooftop Bar wie der Aurora Rooftop Bar werden zunehmend verlockend, je später die Sonne untergeht - aber nach Einbruch der Dunkelheit fällt das Thermometer noch in den einstelligen Bereich. Nimm dir etwas Warmes mit.
Events in Wien im April
Der April gehört zu Wiens eventreichsten Monaten. Ostern dominiert die erste Hälfte, der Marathon belebt die zweite, und das Kulturprogramm läuft durchgehend auf voller Kraft.
Einen vollständigen Überblick über das aktuelle Programm findest du auf unserer Seite Events in Wien.
Top-Aktivitäten in Wien im April
Ostern in Wien

Ostern ist in Wien eine echte Sache, und 2026 passt es besonders gut: Der Ostersonntag fällt auf den 5. April, mit dem Ostermontag (6. April) als Feiertag. Das heißt, die meisten Ostermärkte laufen in der ersten Aprilwoche auf Hochtouren.
Der Ostermarkt am Schloss Schönbrunn ist das Highlight - handbemalte Eier, Frühlingsblumen, traditionelles Kunsthandwerk, und das alles vor der gelben Barockfassade des Schlosses. Er läuft bis 19. April, weit über Ostern hinaus. Der Altwiener Ostermarkt auf der Freyung ist die handwerklichste Variante, berühmt für seinen Eierberg aus 40.000 handbemalten Eiern - der größte Europas. Und der kleinere Ostermarkt Am Hof ist unser Tipp für ein ruhigeres, lokaleres Erlebnis mit ausgezeichneter Handwerkskeramik und Schinken im Brotteig.
Zum Ostermontag: Er ist in Österreich ein Feiertag, also rechne damit, dass einige Geschäfte und kleinere Restaurants geschlossen haben. Große Sehenswürdigkeiten, Museen und die Ostermärkte bleiben offen. Ein schöner Tag für einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt - die Straßen sind ruhiger als sonst, und die Parks voller Wiener Familien, die genau dasselbe tun.
Kirschblüte & Frühling in den Parks

Falls du Wiens Kirschblüte schon auf Social Media gesehen hast und dich fragst, ob die Realität den Fotos standhält - ja, und wie. Das Zeitfenster ist kurz (grob zwei bis drei Wochen irgendwann zwischen Ende März und Mitte April, je nach Jahr), was das Erleben umso besonderer macht.
Der beliebteste Ort ist der Stadtpark, wo die Kirschbäume die Wege nahe dem Johann-Strauss-Denkmal säumen. Unser eigentlicher Tipp: Komm früh - vor 9 Uhr an einem Wochentag hast du die Wege fast für dich, und das Morgenlicht auf den Blüten ist fürs Fotografieren deutlich besser als die harte Mittagssonne.
Etwas, das die meisten Besucher:innen nie finden: Der Setagayapark in Döbling (19. Bezirk) ist ein kleiner japanischer Garten mit Koi-Teichen, Steinlaternen und Kirschbäumen, die als Geschenk aus Tokios Stadtteil Setagaya gepflanzt wurden. Er ist wirklich winzig - in zehn Minuten bist du durch -, aber zur Hochblüte gehört er zu den friedlichsten Ecken der Stadt. Fahr mit der Straßenbahn D nach Nussdorf und geh fünf Minuten bergauf.
Jenseits der Kirschblüte verändert der April Wiens Parks auf eine Weise, die man kaum übertreiben kann. Im Volksgarten zeigen sich die ersten Magnolien, und der Rosengarten beginnt sich zu füllen. Der Burggarten ist der Ort, an dem Einheimische mittags auf einer Bank lesen - bring dir etwas von einer der Bäckereien in der Augustinerstraße mit und mach es genauso. Und im Burggarten liegt das Schmetterlinghaus, ein tropisches Glashaus mit hunderten frei fliegenden Schmetterlingen - ein wirklich netter 30-Minuten-Stopp, besonders mit Kindern.
Für mehr Inspiration rund um Aussichtspunkte: Die besten Aussichtspunkte in Wien: Top 10.
Museen, Galerien & die Klima Biennale

Der April 2026 hat ein Kulturprogramm, das selbst für Wiener Verhältnisse ungewöhnlich stark ist.
Das Highlight ist die Canaletto-&-Bellotto-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum (Eröffnung 24. März), die sechzig Gemälde des berühmten Onkel-Neffen-Duos venezianischer Vedutenmaler zusammenbringt. Wer sich je vor einem Canaletto gewünscht hat, ins Venedig des 18. Jahrhunderts einzutauchen - näher kommst du nicht dran. Das KHM läuft 2026 außerdem ein kulinarisches Themenprogramm: Bezüge zum Essen in der Kunst, kombiniert mit Dining in der spektakulären Kuppelhalle.
Wirklich neu im April: die Klima Biennale Wien (9. April - 10. Mai), ein stadtweites Kunst-und-Klima-Festival rund um das KunstHausWien im 3. Bezirk. Unter dem Motto „Unspeakable Worlds" zeigt das Festival die Hauptausstellung „Seeds" im KunstHausWien, flankiert von „(No) Funny Games" - ortsspezifischen Kunstinstallationen rund um den Karlsplatz und in anderen öffentlichen Räumen. Die erste Ausgabe 2024 zog über 225.000 Besucher:innen an. Ein Großteil des Outdoor-Programms ist kostenlos und lohnt sich auch für einen Nachmittag.
In der Albertina läuft die Honoré-Daumier-Retrospektive bis Mai weiter - die erste große Daumier-Schau in Wien seit vier Jahrzehnten. Und das Leopold Museum zeigt Gustave Courbets erste österreichische Einzelausstellung, eine starke Ergänzung zur Dauersammlung mit Schiele und Klimt.
Alle Museumsempfehlungen im Detail findest du in unserem Guide: Museen in Wien: Die inspirierendsten Orte für Kunst und Kultur.
Schlossgärten in voller Blüte

Wenn du Schloss Schönbrunn im April besuchst, mach etwas, das die meisten auslassen: Geh am Hauptparterre vorbei und halte dich links Richtung Kronprinzengarten. Ein ummauuerter Obst- und Blumengarten, der nach seinem barocken Originalentwurf restauriert wurde - im April erwachen die Obstbäume und die ersten Beete. Kombinier ihn mit dem Ostermarkt (bis 19. April) und dem Aufstieg zur Gloriette für einen der lohnendsten halben Tage in der Stadt.
Am Belvedere sind die Gärten zwischen Oberem und Unterem Belvedere als barocke Kaskade angelegt, und im April beginnen die ersten der 4.000 Alpenpflanzen im Alpengarten ihre Schau - Rhododendren und Steingartenpflanzen blühen ab Monatsmitte. Der Alpengarten ist ein eigener Bereich, an dem die meisten Besucher:innen vorbeigehen, und er ist im Belvedere-Ticket inkludiert. Über 100 japanische Bonsai-Bäume sind hier ebenfalls ausgestellt.
Alles rund um Wiens imperiale Seite findest du in unserem Guide: Imperiales Wien: Top 10 königliche Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten.
Schanigarten-Saison: Wien zieht nach draußen

Im April kommt Wiens berühmte Schanigarten-Saison so richtig in Schwung. Das Wort ist urwienerisch und bezeichnet die Außensitzplätze, die Cafés und Restaurants auf Gehsteigen, in Fußgängerzonen und sogar auf Parkplätzen aufbauen. Die Tradition geht auf circa 1750 zurück, als Kaffeehausbesitzer Johann Jakob Tarone, italienischer Herkunft, die Genehmigung erhielt, Tische und Stühle vor seinem Lokal am Graben aufzustellen. Woher der Name „Schanigarten" tatsächlich kommt, ist eine von Wiens kleinen etymologischen Debatten - manche leiten ihn von „Giannis Garten" ab (Gianni als italienische Form von Tarones Vornamen), andere von der Wiener Gewohnheit, jeden Kellner oder Gehilfen „Schani" zu rufen und „Schani, trag den Garten raus!" zu schreien. Heute gibt es rund 3.500 Schanigärten in der Stadt, und die ersten warmen Frühlingstage lösen eine stadtweite Migration von drinnen nach draußen aus.
Der beste Schanigarten zum Leute-Beobachten? Das Café Landtmann neben dem Burgtheater, wo die Terrasse auf die Ringstraße blickt und ein ständiger Strom aus Straßenbahnen, Radfahrer:innen und sehr gut gekleideten Wiener:innen vorbeizieht. Etwas versteckter liegt das Palmenhaus im Burggarten mit Tischen direkt am Park - die Lage ist einzigartig. Und am Spittelberg im 7. Bezirk füllen sich die schmalen Kopfsteinpflasterstraßen mit kleinen Tischen der umliegenden Restaurants - ein Dorf-in-der-Stadt-Gefühl, das man anderswo kaum findet.
Ein Schanigarten-Tipp, den Einheimische kennen: Die Praterstraße in der Leopoldstadt (2. Bezirk) hat sich still und leise zu einer der besten Freiluft-Gastromeilen der Stadt entwickelt. Das Café Ansari (georgisch inspirierte Küche), Mochi (exzellent japanisch) und Ramasuri (entspanntes Alltagscafé) liegen Seite an Seite mit ihren Terrassen unter alten Bäumen.
Der Donaukanal erwacht

Wenn es einen Ort gibt, an dem man spürt, wie Wien vom Winter in den Sommer wechselt, dann ist es der Donaukanal. Ab Mitte April öffnen die Pop-up-Bars am Kanalufer ihre Pforten. Strandbar Herrmann, Tel Aviv Beach und Adria Wien stellen ihre Liegestühle und Cocktailbars auf, und am ersten wirklich warmen Abend fühlt es sich an, als hätte die halbe Stadt dieselbe Idee.
Was den Donaukanal besonders macht, ist die Street Art. Die Betonwände am Kanal sind Wiens größte legale Graffiti-Galerie, ständig im Wandel, und auf dem Weg vom Schwedenplatz Richtung Süden zur Urania passierst du Dutzende Wandbilder, die sich bei jedem Besuch verändern. An Wochenenden triffst du oft Künstler:innen bei der Arbeit.
Für Cocktails in gehobenem Ambiente sind die Loos American Bar (1908 von Adolf Loos gestaltet, kaum größer als ein Wohnzimmer, unfassbar schön) und die Kleinod Bar am Stephansplatz ganzjährige Fixpunkte. Und im April beginnt die Rooftop-Saison so richtig: Die Aurora Rooftop Bar, die Lamée Rooftop mit Domblick und die MQ Libelle-Terrasse machen alle richtig Spaß, ohne dass du eine Decke brauchst.
Klassische Musik & Oper

Im April bringt die Wiener Staatsoper eine der dramatischsten Produktionen der Saison: Wagners „Der fliegende Holländer" am 25. April mit Andreas Schager und Tomasz Konieczny unter Dirigent Bertrand de Billy. Wer schon immer mal eine Wagner-Oper ausprobieren wollte - diese ist der zugänglichste Einstieg: kompakt, emotional direkt und visuell eindrucksvoll.
Jeden Samstag im April präsentieren Mitglieder der Wiener Philharmoniker Kammermusik-Matineen im Gustav-Mahler-Saal der Staatsoper - eine intimere (und deutlich leichter buchbare) Möglichkeit, Weltklasse-Musiker:innen zu hören. Die Tickets kosten einen Bruchteil der Hauptbühnen-Preise, und die Akustik überzeugt.
Abseits des Opernhauses: Die Peterskirche hat Abendkonzerte in ihrem prachtvollen Barockinterieur ab ca. 24 € - der visuelle Effekt von klassischer Musik umgeben von Gold, Fresken und Kerzenlicht ist etwas, das ein moderner Konzertsaal einfach nicht reproduzieren kann. Und die Karlskirche veranstaltet Vivaldis „Vier Jahreszeiten" und andere Werke in einer der fotogensten Kirchen Wiens.
Unser umfassender Guide zur Wiener Klassikszene: Der ultimative Guide zu klassischer Musik in Wien.
Der Vienna City Marathon
Am 19. April wird die gesamte Stadt zur Rennstrecke. Der Vienna City Marathon zieht über 30.000 Teilnehmer:innen aus mehr als 100 Ländern an, und die Strecke liest sich wie eine Greatest-Hits-Tour: Start bei der UNO-City, über die Reichsbrücke, durch den Prater (genau auf der Strecke, auf der Eliud Kipchoge 2019 die Zwei-Stunden-Marke geknackt hat), vorbei an der Staatsoper, bis nach Schönbrunn, und ins Ziel auf der Ringstraße vor dem Burgtheater.
Auch wenn du nicht mitläufst - der Marathon-Sonntag lohnt sich. Die Stimmung an der Ziellinie zwischen Burgtheater und Rathaus ist elektrisierend. Am Samstag gibt es den familienfreundlichen Vienna 5K rund um die Ringstraße plus Kinderläufe - eine unkomplizierte Art, das Event mitzuerleben, ohne gleich die volle Distanz zu laufen.
Praktischer Hinweis: Am Sonntag sind von früh morgens bis Nachmittag größere Straßensperren in der Innenstadt aktiv. Die U-Bahn fährt normal und ist die beste Option, um herumzukommen. Wenn dich das Rennen nicht interessiert, nutze den Tag fürs Museum - dort ist es auffallend ruhiger als sonst.
Essen in Wien im April

Der April verändert die Art, wie du in Wien isst. Nicht weil das Essen anders wäre - die Schnitzel sind genauso tellergroß, der Tafelspitz genauso perfekt geschmort -, sondern weil du endlich draußen essen kannst. Die Restaurants der Stadt rollen ihre Terrassen aus, und ein Essen, das ohnehin schon gut war, wird zum Ereignis, wenn Kopfsteinpflaster, Kirchenglocken und ein Blick dazukommen.
Saisonal ist jetzt die Zeit, in der Spargel auf den Speisekarten auftaucht. Die Wiener:innen nehmen ihre Spargelzeit ernst - du findest ihn in traditionellen Restaurants wie Plachutta und Meissl & Schadn, typischerweise mit Sauce hollandaise, Kartoffeln und Schinken serviert. Das Zeitfenster ist kurz (ungefähr Mitte April bis Juni), und wenn er gut ist, dann richtig gut.
Speziell fürs Draußen-Essen: Das Motto am Fluss am Donaukanal öffnet sein Sonnendeck, und ein spätes Mittagessen dort, mit dem Wasser, das das Nachmittagslicht reflektiert, gehört zu den stillen Freuden des Aprils. Der Naschmarkt kommt in Fahrt - die Außentische der Marktrestaurants füllen sich an sonnigen Tagen schnell, und durch die Stände zu schlendern, an Kärntner Nudeln, türkischen Broten und Mangalitza-Salami vorbei, ist schon ein Essen für sich.
Ostern-Food-Tipp: Halt an den Märkten Ausschau nach Schinken im Brotteig am Am Hof, und auf der Freyung verkaufen die Bio-Bauernstände ganz hinten Waldviertler Mohngebäck, Bauernkäse und geflochtenes Osterstriezel, das allein schon den Besuch wert ist.
Mitte April: Das Festival Steiermark Frühling am Rathausplatz (8.-12. April) bietet fünf Tage steirisches Essen und Wein. Die Backhendl-Stände sind der eigentliche Star - kombinier ein Hendl mit einem Glas Schilcher-Rosé und du hast das beste Mittagessen zum besten Preis in der Innenstadt.
Den kompletten Überblick findest du in unserem Guide: Essen in Wien.
Tagesausflüge von Wien im April

Im April eröffnen sich Tagesausflugsziele, die noch einen Monat zuvor nicht möglich waren. Die Donauschiffe fahren wieder, die Wanderwege sind trocken, und einige saisonale Ziele erreichen ihren Höhepunkt.
Das Highlight ist die Wachau. Anfang bis Mitte April überzieht die berühmte Marillenblüte die Terrassenhänge in Weiß und Rosa - der Effekt vor dem Hintergrund der Donau und der mittelalterlichen Türme von Dürnstein ist spektakulär. Jetzt starten auch die Schifffahrtsgesellschaften wieder ihren Regelbetrieb, sodass die klassische Schiffstour Melk-Dürnstein wieder möglich ist. Fahr mit dem Zug nach Melk (ca. 75 Minuten ab Wien Westbahnhof), besichtige das Stift, nimm das Schiff donauabwärts durch das Tal und fahr mit dem Zug von Krems zurück.
Näher an der Stadt beginnt im April die Heurigen-Saison. Viele von Wiens traditionellen Weintaverne in Grinzing, Neustift am Walde und Nussdorf öffnen diesen Monat ihre Gärten - schau vorher nach, da jeder Heurige seinen eigenen Öffnungskalender hat (der grüne Buschen über der Tür heißt, er hat offen). Mayer am Nussberg bietet Weinbergblicke, die sich anfühlen, als wärst du weit weg von der Großstadt - und du erreichst ihn mit den Öffis.
Für Wanderer:innen sind die Wienerwald-Wege im Frühling am schönsten. Die Buchenwälder treiben gerade aus, die Luft riecht nach Bärlauch, und die Pfade sind weder matschig noch staubig. Die Tour vom Kahlenberg durch die Weinberge zum Leopoldsberg dauert etwa 90 Minuten, und der Donau-Blick ist grandios.
Mehr Ideen findest du in unserem Guide: Tagesausflüge von Wien.
Ist der April eine gute Reisezeit für Wien?
Die kurze Antwort: Ja, und mit weniger Einschränkungen als im März.
Der April gibt dir die Wien-Basics - Weltklasse-Museen, Oper, imperiale Architektur, hervorragendes Essen - verpackt in Wetter, das warm genug ist, um die Stadt wirklich zu Fuß zu genießen. Die Terrassen sind offen, die Parks blühen, die Donaukanal-Bars sind zurück, und die Ostermärkte bringen eine festliche Ebene, die du in anderen Monaten nicht findest. Die Preise liegen noch unter Sommerniveau, und obwohl die Stadt belebter ist als im Winter, kommt es nicht an den Andrang im Juli heran.
Was 2026 besonders spannend macht: Die Klima Biennale füllt die Stadt ab dem 9. April mit Kunstinstallationen, die Canaletto-Schau im KHM ist eine Ausstellung, die es nur einmal in einer Generation gibt, und die Ostermärkte laufen weit in den Monat hinein. Dazu der Marathon, das Steiermark-Frühling-Festival und der Beginn der Heurigen-Saison in den Hügeln - du hast einen Monat, in den fast zu viel hineinpasst.
Was du im Auge behalten solltest: Die Osterwoche (3.-6. April) bringt Feiertagsschließungen. Karfreitag und Ostermontag bedeuten, dass einige Geschäfte und Restaurants zu haben, und der Naschmarkt ist sonntags und an Feiertagen geschlossen. Plan drumherum, und es wird zum Plus - die Stadt hat in dieser Woche eine entspannte, festliche Stimmung.
Praktische Tipps für Wien im April
Unterwegs sein: Wiens öffentlicher Nahverkehr (U-Bahn, Straßenbahnen, Busse) ist ausgezeichnet. Ein 24-Stunden-, 48-Stunden- oder 72-Stunden-Ticket ist die bequemste Option. Während der Schulferien (28. März - 6. April 2026) fahren Kinder unter 14 Jahren gratis mit den Öffis.
Vienna PASS: Wenn du drei oder mehr Museumsbesuche planst, vergleich den Vienna PASS mit Einzeltickets. Er inkludiert bevorzugten Einlass an vielen beliebten Orten. Alle Details findest du in unserem Guide: Bester Vienna City Pass & Tickets.
Feiertage an Ostern (3. & 6. April): Karfreitag und Ostermontag sind Feiertage. Große Museen bleiben offen, aber Geschäfte, Supermärkte und manche Restaurants schließen. Deck dich am Vortag mit dem Nötigsten ein.
Marathon-Sonntag (19. April): Erhebliche Straßensperren ab dem frühen Morgen. Die U-Bahn fährt normal. Bester Tag fürs Museum, wenn du das Rennen nicht anschaust.
Klima Biennale (ab 9. April): Ein Großteil des Outdoor-Programms rund um den Karlsplatz ist kostenlos. Das vollständige Programm findest du auf biennale.wien.
Operntickets: Feste Plätze in der Staatsoper solltest du Wochen im Voraus buchen. Stehplätze (ab wenigen Euro) gibt es am selben Tag, aber komm früh zum Anstellen.
Naschmarkt: Geschlossen an Sonntagen und Feiertagen. Samstag vormittags findet auch der Flohmarkt statt - lohnt einen Abstecher.
Bargeld: Die meisten Orte akzeptieren Karten, aber Marktstände, kleinere Cafés und Würstelstände bevorzugen manchmal Bargeld. Hab 20-30 € dabei.
Mehr praktische Tipps findest du in unserer umfassenden FAQ: Wien Reisetipps.
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