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Palmenhaus Schönbrunn

Panoramablick auf das Palmenhaus Schönbrunn hinter einem Teppich aus saisonalen Blumen.
Morgensonne fällt durch das Glasdach des Palmenhauses.
Elegante Wendeltreppe aus Eisen im Palmenhaus.
Tropische Pflanzen in einer der Klimazonen im Palmenhaus Schönbrunn.
Das Palmenhaus erstreckt sich über die Gartenanlagen von Schönbrunn.
Das Palmenhaus Schönbrunn vom Gartenweg aus gesehen.
Dichtes tropisches Blattwerk unter dem Glasdach des Palmenhauses Schönbrunn.
Architektonische Details des Mittelpavillon im Palmenhaus Schönbrunn.
Innenansicht des Palmenhauses Schönbrunn in Wien.
Innenansicht des Palmenhauses Schönbrunn mit tropischen Pflanzen.

Palmenhaus Schönbrunn

Karte 30 Min.
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Das Palmenhaus im Schönbrunner Schlosspark ist ein bemerkenswertes Gewächshaus, das eine vielfältige Sammlung tropischer Pflanzen aus aller Welt unter einem Dach vereint. Erbaut zwischen 1881 und 1882, ist es das größte seiner Art in Europa. Es verbindet historische Architektur mit einer üppigen botanischen Sammlung und zieht Pflanzenliebhaber:innen und Gäste mit seinen unterschiedlichen Klimazonen und exotischen Landschaften an.

Öffnungszeiten +43 1 811130 Website Barrierefreier ZugangQuelle: Google Maps
Adresse:
Kastanienallee
1130 Wien

Muvamo-Meinung

Im Palmenhaus Schönbrunn erwarten dich drei verschiedene Klimazonen in den Pavillons: tropisch (warm), gemäßigt und kalt, jede mit Pflanzenarten aus den entsprechenden Regionen. Das wärmste Haus ragt mit mächtigen Palmen und leuchtenden tropischen Blüten empor, und die feuchte, erdige Luft versetzt dich sofort in eine üppige, immersive Stimmung.

Im zentralen, gemäßigten Pavillon findest du Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, den Kanarischen Inseln, Südafrika, Amerika und Australien. Leichter in der Anmutung, aber dennoch fesselnd, mit saisonalen Blüten und aromatischen Kräutern, die sanften Duft verbreiten. Das nördliche Kalthaus konzentriert sich auf kühl-gemäßigte Flora aus China, Japan, dem Himalaya und Neuseeland und zeigt eine weitere Facette der Pflanzenvielfalt.

Das Design verstärkt das Erlebnis: Eine Schmiedeeisenkonstruktion aus dem 19. Jahrhundert, verkleidet mit rund 45.000 Glasscheiben, flutet den Innenraum mit natürlichem Licht. Ein elegantes Setting, das Fotograf:innen und Naturliebhaber:innen gleichermaßen begeistert.

Eingebettet in das UNESCO-Welterbe Schloss und Park Schönbrunn, lässt sich das Palmenhaus perfekt mit einem größeren Besuch verbinden. Kombiniere es mit einem Spaziergang zur Gloriette oder einem Besuch im Tiergarten Schönbrunn für einen vollen Tag inmitten von Geschichte, Landschaft und Tierwelt.

Kulinarische Highlights

Geheimtipps

  • Halte Ausschau nach der kleinen eisernen Wendeltreppe im hinteren Bereich: ein wunderschönes Detail, das sich hervorragend als Fotomotiv eignet, eingerahmt von üppigem Grün.

Bonus Infos

  • Nicht verpassen: den nahegelegenen Tiergarten Schönbrunn, perfekt, um einen Tag voller Naturerlebnisse in der Gegend abzurunden.

Palmenhaus Schönbrunn: ein Glashaus, geformt von Zeit und Imperium

Das Palmenhaus Schönbrunn ist ein beeindruckendes Beispiel europäischer Glashausarchitektur des 19. Jahrhunderts, erbaut zwischen 1881 und 1882 unter Kaiser Franz Joseph I. Im westlichen Teil der Schönbrunner Schlossgärten gelegen, war es Teil der habsburgischen Vision, kaiserliche Modernität durch Architektur, Wissenschaft und botanische Erkundung zu demonstrieren. Entworfen von Franz Xaver Segenschmid, verbaut das Gebäude über 600 Tonnen Schmiedeeisen und fast 45.000 Glasscheiben: eines der größten und fortschrittlichsten Gewächshäuser seiner Zeit.

Historischer Weg durch das Palmenhaus Schönbrunn, wo tropische Pflanzen natürliche Tunnel aus exotischem Grün bilden
Üppiges Grün und exotische Arten gedeihen im Palmenhaus Schönbrunn, Wiens prachtvollem Glashaus aus dem 19. Jahrhundert.

Das Palmenhaus diente sowohl als Forschungsraum als auch als lebendiges Museum und präsentierte exotische Pflanzen, die aus dem gesamten Reich und darüber hinaus gesammelt wurden. Auf dem Höhepunkt der Donaumonarchie spiegelte die botanische Sammlung den Ehrgeiz der Dynastie wider, die Natur zu erforschen und zu präsentieren.

Obwohl es im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde und über die Jahrzehnte verfiel, brachte eine umfassende Restaurierung von 1986 bis 1990 das Bauwerk in seinen alten Glanz zurück. Heute beherbergt es über 4.500 Pflanzenarten, darunter mehrere, die in der Wildnis gefährdet oder ausgestorben sind: ein wichtiger Beitrag zum modernen Naturschutz.

Was das Palmenhaus Schönbrunn wirklich besonders macht, ist die Balance zwischen historischer Pracht und zeitgenössischer Relevanz. Seine eleganten Glaskorridore und hochaufragenden Palmen beschwören den Geist des kaiserlichen Wien herauf, doch seine Mission entspricht heute den aktuellen Prioritäten: Nachhaltigkeit, Biodiversität und der Erhalt von Grünräumen im urbanen Leben. Ein stilles, aber kraftvolles Symbol für Wiens Fähigkeit, Vergangenheit zu ehren und Zukunft zu gestalten.