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Secession

Wiener Secessionsgebäude mit der goldenen Blätterkuppel.
Eingang des Wiener Secessionsgebäudes mit Jugendstil-Details und goldenem Lorbeerdekor.
Detail des Eingangs zur Wiener Secession mit Jugendstil-Dekor und weißer Fassade.
Fassadendetail des Wiener Secessionsgebäudes mit Kontrast zwischen goldenem Dekor und weißen Wänden.

Secession

Karte 60 min
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Die Wiener Secession war die prägende Kunstbewegung der Jugendstilära, ein radikaler Bruch mit dem konservativen Mainstream. Die Gruppe um Gustav Klimt, Joseph Maria Olbrich, Koloman Moser und Josef Hoffmann gründete 1897 ihre eigene Vereinigung und baute sich ein eigenes Ausstellungshaus. Olbrichs weißer Kubus mit den 2.500 vergoldeten Lorbeerblättern auf der Kuppel ist heute eines der markantesten Gebäude Wiens und nach wie vor Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst. Die Secession steht für den wichtigsten Moment in der Geschichte der Freiheit der Kunst und hat bis heute nichts von ihrer Strahlkraft verloren.

Events

Lange Nacht der Museen

03.10.2026
Ein Ticket, über 100 Museen, 18:00 bis 01:00. Wiens größte Kulturnacht mit Shuttle-Bussen und Sonderprogrammen.
03.10.2026

Vienna Art Week

06.11.2026 13.11.2026
Eine Woche Galerieeröffnungen, Atelierbesuche und Kunstprogramm - Vienna Art Week bündelt die zeitgenössische Szene der Stadt.
06.11.2026 13.11.2026
Öffnungszeiten +43 1 5875307 WebsiteQuelle: Google Maps
Adresse:
Friedrichstraße 12
1010 Wien

Muvamo-Meinung

Als prägende Bewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts stellte die Secession traditionelle künstlerische Normen infrage und ebnete den Weg für die moderne Kunst in Wien. Das Gebäude selbst, entworfen von Joseph Maria Olbrich, ist ein architektonisches Meisterwerk und zeigt mit seiner markanten goldenen Kuppel und den klaren Linien den Innovationsgeist dieser Zeit.

Im Inneren beherbergt die Secession eine Vielzahl von Ausstellungen, die die Werke ihrer Gründungsmitglieder in den Mittelpunkt stellen. Allen voran Gustav Klimt, dessen berühmter Beethovenfries ein absolutes Muss ist. Der Fries bietet mit seinen detailreichen Szenen und symbolischen Themen einen tiefen Einblick in die künstlerische Vision der Secessionisten.

Die Ausstellungen sind sorgfältig kuratiert und liefern Kontext und Hintergrund, die das Verständnis für den Einfluss der Bewegung auf Kunst und Kultur vertiefen. Besonders gelungen: die Kombination aus historischen Stücken und zeitgenössischen Arbeiten, ein Spiegel der bis heute spürbaren Wirkung der Secession in der Kunstwelt.

Nützliche Tipps

  • Schau regelmäßig auf der Website der Secession nach Sonderveranstaltungen und Wechselausstellungen. Oft sind zeitgenössische Künstler:innen dabei, die einen spannenden Kontrast zum historischen Gebäude setzen.

Kulinarische Highlights

  • Gönn dir einen Kaffee im nahegelegenen Café Sperl, der perfekte Ort, um das Gesehene nachwirken zu lassen.
  • Bei Hunger empfehlen wir Neni am Naschmarkt, nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Reservier am besten vorab einen Tisch über diesen Link.

Secession Wien - die Geburtsstätte der modernen Wiener Kunst

Die Secession Wien ist ein Symbol für künstlerische Rebellion und Innovation im Zentrum von Wien. Gegründet wurde sie 1897 von avantgardistischen Künstlern, die sich vom Wiener Künstlerhaus (Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens) abspalteten und die "Vereinigung bildender Künstler Österreichs - Secession" gründeten.

Der Secession gehörten unter anderem Joseph Maria Olbrich, Gustav Klimt, Koloman Moser und Josef Hoffmann an. Sie waren überzeugt, dass Kunst einen Ort der freien Entfaltung braucht, fern der alten konservativen Zwänge. Ihr Leitsatz: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit." Das eigens errichtete Gebäude wurde 1897 von Joseph Maria Olbrich entworfen. Gustav Klimt, ein Gründungsmitglied, prägte die Ästhetik der Wiener Secession maßgeblich. Seine Gemälde haben weltweite Anerkennung erlangt und gelten als Schlüsselwerke des Jugendstils.

Das Bauwerk ist im markanten Stil des Jugendstils gehalten und symbolisiert den Kontrast zwischen der neuen, ungebundenen Kunst und dem älteren, traditionellen Wien. Das Gebäude ist weiß und kubisch, mit einer goldenen Kuppel aus Lorbeerblättern, die den Sieg der Freiheit der Kunst symbolisiert.

Die markante Fassade der Secession am Karlsplatz
Die markante Fassade der Secession am Karlsplatz.

Neben der Haupthalle, in der wechselnde zeitgenössische Ausstellungen den Geist der Institution lebendig halten, ist das Herzstück des Gebäudes der Beethovenfries von Gustav Klimt. Der Künstler schuf dieses Meisterwerk für die 14. Ausstellung der Secessionisten im Jahr 1902. Der über 34 Meter lange Fries ist eine Hommage an Beethovens Neunte Symphonie und zeigt einen Menschen auf der Suche nach Glück - immer wieder konfrontiert mit den feindlichen Mächten der Welt. Im letzten Abschnitt, "Hymne an die Freude - Dieser Kuss der ganzen Welt", führen die Künste die Menschheit zur Erlösung; ein Engelschor verweist auf Beethovens Neunte und Schillers "Ode an die Freude".

Das Secessionsgebäude verkörpert den künstlerischen und kulturellen Aufbruch Wiens an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. In dieser Zeit war Wien ein Schmelztiegel für Intellektuelle, Künstler:innen und Musiker:innen und wurde zu einem Zentrum der europäischen Kunst.

Gustav Klimts Beethovenfries in der Secession Wien
Der Beethovenfries ist das bekannteste Werk in der Secession.

Heute ist die Secession Wien nach wie vor Wiens zentraler Ort für zeitgenössische Kunst und bewahrt die Grundidee ihrer Gründer:innen: kreative Innovation anzuregen. Hier finden Ausstellungen statt, die die Grenzen der Kunst herausfordern und die neuesten Werke von Künstler:innen aus aller Welt zeigen.

Die Secession vereint architektonisches Erlebnis, den Beethovenfries und wechselnde zeitgenössische Ausstellungen unter einem Dach.