Luftaufnahme von Copa Beach zur goldenen Stunde, mit dem Leuchtturm und der Ponte Cagrana an der Neuen Donau.
Die riesigen roten COPABEACH-Buchstaben leuchten bei Sonnenuntergang auf dem Pier.
Luftaufnahme der geschwungenen Promenade und des Parks von Copa Beach entlang der Neuen Donau.
Luftaufnahme der roten COPABEACH-Buchstaben auf dem Pier, dahinter Donau City.
Rote Liegestühle und Sonnenschirme auf einer sonnigen Terrasse von Copa Beach.
Luftaufnahme von Copa Beach zur goldenen Stunde, mit dem Leuchtturm und der Ponte Cagrana an der Neuen Donau.
Besucher als Silhouetten auf der Brücke von Copa Beach, während die Sonne hinter dem Millennium Tower untergeht.
Ein roter Liegestuhl unter einem Sonnenschirm im Sand von Copa Beach bei Sonnenuntergang.
Der geschwungene DC Tower über Donau City an der Neuen Donau bei Copa Beach.
Adriana genießt einen Weinspritzer an einer Bar von Copa Beach am Wasser.
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Copa Beach & Pier 22

Wiens Stadtstrand an der Neuen Donau. Copa Beach und Pier 22: kostenloses Baden, Sandstrände, Lokale und ein moderner Freizeitpark auf der Donauinsel.

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Copa Beach & Pier 22

Karte 2-3 Stunden
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Rund sechs Minuten vom Stephansplatz mit der U1. Mehr braucht es nicht, um Kopfsteinpflaster gegen Sand zu tauschen. Copa Beach und Pier 22 liegen an gegenüberliegenden Ufern der Neuen Donau, verbunden durch eine Fußgängerbrücke und mit einer gemeinsamen U-Bahn-Station. Zusammen bilden sie eines der wichtigsten urbanen Freizeitareale Wiens am Wasser: eine 500 Meter lange CopaBeach-Promenade auf der einen Seite, eine 13.000 Quadratmeter große Pier 22-Parklandschaft auf der anderen, und dazwischen regelmäßig geprüftes, badetaugliches Wasser.

Copa Beach ist die gesellige Seite: Restaurants, Beachbars, Sand, Palmen und Cocktails vor der Skyline der Donau City. Pier 22 auf der Donauinsel ist das freigeistige Gegenstück: offene Wiesen, barrierefreie Badeplattformen, ein Outdoor-Fitnesspark und ein überdachter Multisportplatz, fast vollständig konsumfrei. Beide sind das ganze Jahr über für alle offen, kostenlos.

Seit den alten Copa-Cagrana-Tagen hat sich das Areal enorm gewandelt. Was einst eine klapprige Reihe alternder Bars war, kommt heute einem echten Wiener Strand so nah wie kaum etwas anderes in der Stadt, und an einem warmen Tag gehört es zum Schönsten, was Wien zu bieten hat. Selbst in den kühleren Monaten halten ganzjährig geöffnete Cafés und ein nagelneues Inselrestaurant das Areal lebendig.

Öffnungszeiten +43 1 400096500 WebsiteQuelle: Google Maps
Adresse:
CopaBeach
1220 Wien

Muvamo-Meinung

Das ist es, was diesen Ort so beeindruckend macht: das Verhältnis von kostenloser Infrastruktur zu bezahlten Angeboten. Pier 22 entstand als öffentliches Projekt, bei dem der freie Zugang klar im Vordergrund stand. Du kannst einen ganzen Nachmittag an den barrierefreien Plattformen baden, dich an den Outdoor-Fitnessgeräten dehnen und auf Holzliegen mit Blick über die Neue Donau liegen, ohne einen Cent auszugeben.

Wenn du dich fragst, wo man in Wien baden kann: Hier. Die Neue Donau hat durchweg ausgezeichnete Wasserqualität (sie wird regelmäßig geprüft), die Strömung ist minimal, und die Pier 22-Seite hat einen flachen Wasserbereich, der für Kinder gut sicher ist. Auf der Copa Beach-Seite steigst du über Sandstrände oder die Böschung ins Wasser, kein karibisches Hineinwaten, aber an einem 32-Grad-Nachmittag im Juli ist das egal.

Der eigentliche Reiz liegt im Kontrast zwischen den beiden Seiten. Geh über die Fußgängerbrücke Ponte Cagrana, und du wechselst in rund 90 Sekunden von Beachbar-Stimmung zu Stadtpark-Ruhe. Auf den Copa Beach kommst du für einen Negroni bei Sonnenuntergang, mit dem DC Tower, der sich in deinem Glas spiegelt. Auf Pier 22 bringst du eine Picknickdecke und ein Buch mit. Dass beide Möglichkeiten über eine einzige Brücke verbunden sind, macht dieses Areal spannender als den üblichen Stadtstrand. Es ist die beste Antwort auf die Frage, ob es in Wien Strände gibt: und sie ist gratis.

Das Gastro-Angebot am Copa Beach wechselt von Saison zu Saison ein wenig, doch die Stärke bleibt internationales Streetfood zu fairen Preisen.

Der praktische Clou am ganzen Konzept ist die U1-Anbindung. Vom Schwedenplatz zur Donauinsel sind es fünf Minuten. Du verlässt das historische Zentrum, und ein paar Minuten später stehst du am Wasser. Für Reisende, die keine Badesachen eingepackt haben, ist das so ein Wien-Moment, der es nicht in die Reiseführer schafft, und das sollte er. Kombiniere es mit einem Spaziergang durch den Donaupark oder einem Besuch beim nahen Donauturm, und schon hast du einen halben Tag fernab des imperialen Zentrums.

Nützliche Tipps

  • Anreise: Mit der U1 bis zur Station Donauinsel. Ausgang „Am Hubertusdamm“ für den Copa Beach, Ausgang „Donauinsel“ für Pier 22. Rund sechs Minuten vom Stephansplatz, etwa fünf vom Schwedenplatz.
  • Du kannst die Copa Cruise nehmen, eine kleine Elektrofähre, die vier Stationen entlang der Donauinsel verbindet, vom CopaBeach bis zum ruhigen, naturbelassenen Nordende der Insel. Sie fährt freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen von Ende April bis Ende Oktober, etwa alle 90 Minuten. Prüf die aktuellen Zeiten auf der offiziellen Seite und plane rund ums Wochenende.
  • Parken: Rund um die Donauinsel sehr begrenzt und stark reguliert. Nimm die U-Bahn: An einem Sommerwochenende mit dem Auto herzukommen, ist ein Geduldsspiel.
  • Mitnehmen: Handtuch, Sonnencreme und eine wiederbefüllbare Wasserflasche. Kostenlose Trinkbrunnen und Duschen gibt es auf der Pier-22-Seite.

Kulinarische Highlights

  • Zwischen Copa Beach und Pier 22 gibt es eine Mischung aus saisonalen Beachbars, internationalen Streetfood-Ständen, unkomplizierten Lokalen und Foodtrucks entlang des Ufers. Welche genau dabei sind, ändert sich jedes Jahr.

Geheimtipps

  • Die Reihe der Beachbars auf der Copa-Beach-Seite ist der Platz für den Abend. Bestell einen Cocktail, mach es dir am Wasser gemütlich und schau zu, wie die Sonne über der Neuen Donau untergeht.

Bonus Infos

  • Outdoor-Fitnesspark (Pier 22): Ein vollwertiger, kostenloser Trainingsbereich mit Klimmzugstangen, TRX-artigen Stationen und Dehnzonen. Alles gratis, alles frei zugänglich, mit Aussicht.
  • Überdachter Multisportplatz (Pier 22): Basketball, Volleyball und mehr unter einem Dach mit Solarpaneelen. Ganzjährig nutzbar, auch bei Regen. Gratis.
  • Rad- und Scooterverleih: Nahe dem U1-Ausgang Donauinsel / CopaBeach vermieten private Anbieter Räder, Scooter, E-Scooter, Inlineskates sowie Mehrpersonenräder und Rikschas, um die Donauinsel zu erkunden.
Fotospots & Highlights
Die ruhige Neue Donau erstreckt sich Richtung Wienerwald, nahe der Ponte Cagrana.
Die ruhige Neue Donau erstreckt sich Richtung Wienerwald, nahe der Ponte Cagrana.Luftaufnahme von Copa Beach zur goldenen Stunde, mit dem Leuchtturm und der Ponte Cagrana an der Neuen Donau.Schwarz-Weiß-Porträt von Adriana, lächelnd mit Sonnenbrille auf dem Pier von Copa Beach.Donauturm und die gelben Pylone der Ponte Cagrana, von Copa Beach aus über die Neue Donau gesehen.Ein Schwan gleitet über die Neue Donau nahe den gelben Pylonen der Ponte Cagrana.

Ponte Cagrana

Diese schwimmende Pontonbrücke bringt dich vom Copa Beach über die Neue Donau zur Donauinsel und zu Pier 22, der früheren Sunken City. Sie wurde 2000 eröffnet und liegt direkt auf dem Wasser, mit einem erhöhten Mittelteil, unter dem Schwimmer, Surfer und kleine Boote durchpassen. Stufen gibt es keine, mit Rad oder Kinderwagen ist es also unkompliziert. Gut zu wissen: Im Winter und bei Hochwasser wird sie herausgenommen, du findest sie also nur in den wärmeren Monaten an ihrem Platz. Die Wiener:innen nennen sie Copa-Steg.

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Fotos
Nahe Luftaufnahme der Laterne des Copa-Beach-Leuchtturms über der Neuen Donau bei Sonnenuntergang.
Nahe Luftaufnahme der Laterne des Copa-Beach-Leuchtturms über der Neuen Donau bei Sonnenuntergang.Luftaufnahme des weißen Leuchtturms und der Promenade von Copa Beach zur goldenen Stunde.Der weiße Leuchtturm neben dem Pier-22-Schild am Ufer von Copa Beach.Der weiße Leuchtturm von Copa Beach auf seinem Steinsockel, umgeben von Bäumen.

Leuchtturm

Schau vom Copa Beach übers Wasser, und du entdeckst auf der Donauinsel einen Leuchtturm, das Wahrzeichen der früheren Sunken City. Ein echter Leuchtturm war er nie. Er begann als Bühnenrequisite der Bregenzer Festspiele, gebaut für David Pountneys Inszenierung von Wagners „Der fliegende Holländer“ 1989 und 1990, in der sich die Figur Senta von ihm in den Bodensee stürzt. Nach seiner Zeit auf der Bühne stand er ein paar Jahre im Technischen Museum Wien und kam 1997 hierher. Heute dient er stillschweigend als Mobilfunksender. Geh über die Ponte Cagrana, um ihn aus der Nähe zu sehen.

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Von der Copa Cagrana zu Wiens Stadtstrand: Pier 22 & Copa Beach

Die Geschichte dieses Abschnitts der Neuen Donau erzählt viel über Wiens Verhältnis zu seinem Fluss. Als die Donauinsel zwischen 1972 und 1988 als gewaltiges Hochwasserschutzprojekt entstand, war die 21 Kilometer lange künstliche Insel vor allem eine technische Lösung. Erholung kam erst danach. Doch die Wiener:innen eroberten die Ufer schnell als ihr sommerliches Wohnzimmer, und Mitte der 1980er hatte sich nahe der Reichsbrücke eine lose Ansammlung aus Bars, Imbissständen und saisonalen Clubs gebildet. Das war die Copa Cagrana, benannt mit einem Augenzwinkern in Richtung Rio und seiner Copacabana, auch wenn die Realität deutlich rauer ausfiel.

Jahrzehntelang funktionierte die Copa Cagrana. Die Stimmung war ungezwungen, das Bier kalt, und nach einer Reservierung fragte niemand. Doch in den 2010ern war die Infrastruktur merklich in die Jahre gekommen. Die hölzernen Barbauten verfielen, die Barrierefreiheit war schlecht, und das Areal wirkte zunehmend unübersichtlich. Die Stadt entschied sich für eine komplette Neugestaltung.

Copa Beach & Pier 22 - 1
Drinks an der Donau, der Donauturm am Horizont und dieses warme Licht, das Wien sich für die Sommerabende aufhebt.

Copa Beach: die Verwandlung am Festland

Zwischen 2018 und 2020 wurde die Festlandseite des Ufers in das verwandelt, was heute Copa Beach heißt. Im Mittelpunkt der Gestaltung standen offene Sichtachsen, Grünflächen und freier öffentlicher Zugang, dazu eine ausgewählte Mischung aus Restaurants und Bars. Es entstanden zwei Sandstrände, dazu Duschen, Liegen (kostenlos) und großzügige Rasenflächen. Die 500 Meter lange Promenade wurde in drei Zonen gegliedert: einen ruhigeren Bereich zur Stadt hin, eine zentrale Gastromeile und eine Badezone direkt am Wasser. Mediterrane Bepflanzung mit Olivenbäumen, Oleander und Palmen ersetzte die alte Betonoptik. Wer Wiens Wasserlagen breiter erkunden will: Der Donaukanal zeigt nur wenige Kilometer flussaufwärts einen völlig anderen Charakter.

Pier 22: die Verwandlung auf der Insel

Auf der anderen Seite des Wassers stand die größere Verwandlung erst noch bevor. Die „Sunken City“, wie das Pendant auf der Donauinsel hieß, war ein dichtes Flickwerk aus alternden Barbauten mit kaum freiem öffentlichem Raum am Wasser. Ab 2023 beauftragte die Stadt das Architekturstudio mostlikely damit, das gesamte 13.000 Quadratmeter große Areal neu zu gestalten. Das Projekt lief in drei Bauphasen:

Der erste Abschnitt (fertig im Sommer 2024) brachte barrierefreie Badeplattformen mit begrünten Inseln, Liegenetzen, Holzdecks und schattigen Sitzbereichen. Der zweite Abschnitt (fertig im Sommer 2025) ergänzte eine Outdoor-Fitnesslandschaft, weitere Badestellen und Trinkbrunnen. Der überdachte Multisportplatz mit 90 Photovoltaikelementen eröffnete im Herbst 2025; die letzte Etappe 2026 brachte das Insel-Restaurant, das am 18. Mai 2026 offiziell eröffnete.

Copa Beach & Pier 22 - 2
PIER22 bei Sonnenuntergang. Ein Holzdeck über der Donau, ein Foodtruck und dieses Licht, das dich noch eine Stunde länger bleiben lässt.

Der Name „Pier 22“ wurde per öffentlicher Abstimmung gewählt: Über 9.000 Menschen machten mit, und er gewann klar. Die „22“ verweist auf Wiens 22. Bezirk, die Donaustadt, in der das Areal liegt.

Herausgekommen ist ein öffentlicher Uferraum, der verändert hat, wie dieser Abschnitt der Neuen Donau genutzt wird. Wo die frühere Sunken City dicht bebaut und von Bars, Lokalen und Nachtleben geprägt war, ist Pier 22 bewusst offener, grüner und konsumfrei. Zusammen mit dem Copa Beach am gegenüberliegenden Ufer macht es das Baden und Verweilen an der Neuen Donau leichter und zugänglicher, ganz ohne dass man für einen Tisch oder ein Getränk zahlen muss.